Geleitwort von Dr. Gebhard Fröba, 2007

“Die Erziehung zur Musik ist von höchster Wichtigkeit, weil Rhythmus und Harmonie machtvoll in das Innerste der Seele dringen.
Platon, 427-437 v.Chr. (Zitat als Randnote)

Wie definiert der Naturwissenschaftler Musik?
Musik ist gestaltete Zeit und kann als Ablauf in der Zeit erlebt werden. Musik setzt eine rhythmische Ordnung ihres Rohmaterials, Geräusche, Töne und Klänge voraus. Außer durch Rhythmus kann musikalisches Material durch Melodie – die Abfolge unterschiedlicher Tonhöhen – und Harmonie – die Gleichzeitigkeit konkreter Tonhöhen – organisiert sein. Diese in zeitlicher Abfolge ablaufenden Geräusche, können beim aufmerksamen Zuhörer komplexe Assoziationen bewirken.

Der Zweck der Musik ist es Menschen zu erbauen, zu entsetzen, zu erregen, zu trösten und zu beruhigen, ihre trägen Seelen für einige Augenblicke zu erheben, in ihnen das Verlangen zu wecken nach Liebe, Hass, Anbetung, das Verlangen Großes zu leisten über ihre Kraft hinaus. Die Musik bringt Menschen in eine andere freundlichere Lage; unter Einwirkung der Musik scheint es, als fühlt der Mensch etwas, was er sonst nicht fühle, als verstünde er was, was er nicht verstehe und als könnte er was, was er sonst nicht kann.

Die Aufgabe des Musikpädagogen ist es dem Schüler die „physikalischen Grundlagen“ der Musik zu vermitteln, ihn mit sanfter, aber zielgerichteter Hand zu führen und zu motivieren. Dafür bedarf es Verständnis, Einfühlsamkeit, aber auch ein gewisses Maß an Strenge, seitens des Lehrers, des Schülers Talent, Fleiß und Disziplin tragen dann zum gemeinsamen Erfolg bei. Am Ende kommunizieren beide in der einzigen Sprache die keiner Übersetzung bedarf.

Lassen Sie sich in den neuen Räumlichkeiten des Instituts von der Musik verzaubern.

Priv.-Doz. Dr. Gebhard Fröba, Wullenstetten.

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